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HERBE SCHÖNHEIT
Der Nissan Pathfinder erhielt im Zuge der Modellüberarbeitung vom Frühjahr 2010 neu gestaltete Karosserieelemente, die dem robusten 4x4 einen noch bulligeren Auftritt bescheren. So unterscheidet sich die jüngste Generation des geräumigen Haudegens vom Vorgänger durch eine neue Motorhaube, einen veränderten Kühlergrill, einen abgerundeten vorderen Stossfänger und kantigere Eckstücke für den Heckstossfänger.
Neben neu entworfenen Leichtmetallfelgen im Format 17 und (für den V6) 18 Zoll bestimmt das überarbeitete Scheinwerferdesign das neue „Gesicht". Im Topmodell LE sorgt Xenon-Licht für eine besonders intensive Ausleuchtung der Fahrbahn; die Düsen der Scheinwerfer-Waschanlage fahren teleskopisch aus in Wagenfarbe lackierten Abdeckungen im Stossfänger heraus. Zusätzlich zu einem dezenten V6-Logo an den Fronttüren ist das Pathfinder-Topmodell an seitlichen Schutzleisten zu erkennen. Ausserdem wurde das Farbprogramm um die Metallic-Variante Blue Grey ergänzt.
Ein Erkennungszeichen für Nissan-Allrader ist seit jeher die strikt horizontale Schulter-Fensterlinie. Beim Pathfinder wird sie von der angewinkelten C-Säule und dem höher gesetzten dritten Seitenfenster unterbrochen. Der seitlich auf Fensterhöhe in die hinteren Türen integrierte Griff ist schon seit über 20 Jahren eine Pathfinder-Designikone. Die Zugehörigkeit zur Nissan-4x4-Familie signalisiert auch die dreiteilige Kühlermaske mit schräg stehenden Streben und zentral platziertem Logo. Die sanft gekrümmten Seitenwände des Aufbaus sind am Dach und auf der Höhe der Türschweller schmaler als im Bereich der Gürtellinie. Diese leicht bauchige Form spendet dort Platz, wo er am dringendsten benötigt wird: auf Ellbogen-Höhe. Ein weiteres starkes Stilmittel sind die markanten und nach vorn nahtlos in den Stossfänger fliessenden Radhausverkleidungen. Sie stehen im Kontrast zur kantigen Dachkontur.
Auch wenn der Pathfinder vom Gros seiner Besitzer nur selten im Gelände bewegt wird, deuten seine Designsprache und seine Proportionen auf einen Allradantrieb hin. Die Bodenfreiheit von 228 (Modelle mit 2.5 dCi-Motor) bzw. 216 (3.0 dCi) Millimetern und knappe Karosserieüberhänge helfen ihm im Off-Road-Einsatz tatsächlich weiter. Die Böschungswinkel von 30 (vorn) beziehungsweise 26 Grad (hinten) tun ein Übriges.
Mit 4,81 Meter nur so lang wie ein grosser Kombi
Auf den ersten Blick wirkt der siebensitzige SUV sehr imposant - dabei ist er mit 4,81 Metern gerade mal so lang wie ein Kombi des D-Segments. Der Radstand von 2,85 Metern liegt dagegen über dem Durchschnitt und hilft bei der Maximierung des Platzes im Innenraum. Die relativ geringe Höhe von 1,87 Metern (gemessen bis zur Höhe der Dachreling) trägt zum verhältnismässig guten Cw-Wert von 0,38 (0,37 beim 3,0 dCi V6) bei.
INTERIEUR
KEINE GRENZEN
Im Pathfinder-Interieur wird der Gesamteindruck durch die hohe Qualität der Stoffe und Oberflächen bestimmt. Die 2010 vorgenommenen Modifikationen umfassten neue Bedienelemente und Sitzbezüge, zusätzliche Chrom-Applikationen und ein neues Kombiinstrument mit Chromringen. Armablagen und Türverkleidung bieten zudem einen gesteigerten Nutzerkomfort. Die Sitzmittelbahnen und -wangen der Sitze sind ebenso wie die Kopfstützenvorderteile in der LE-Variante zusätzlich mit Leder ausgeschlagen.
Im Pathfinder-Interieur wird der Gesamteindruck durch die hohe Qualität der Stoffe und Oberflächen bestimmt. Die 2010 vorgenommenen Modifikationen umfassten neue Bedienelemente und Sitzbezüge, zusätzliche Chrom-Applikationen und ein neues Kombiinstrument mit Chromringen. Armablagen und Türverkleidung bieten zudem einen gesteigerten Nutzerkomfort. Die Sitzmittelbahnen und -wangen der Sitze sind ebenso wie die Kopfstützenvorderteile in der LE-Variante zusätzlich mit Leder ausgeschlagen.
Der bedienfreundliche 4x4-Drehschalter sowie die im Lenkrad untergebrachten, beleuchteten Bedientasten für Mobiltelefon und Audioanlage fallen dem Betrachter sofort ins Auge. Die Verkleidung des Automatikwählhebels und - je nach Ausstattungsvariante - das Instrumentengehäuse sind in Chrom ausgeführt. Einen edlen Eindruck vermittelt auch die Aufbewahrungsbox in der Mittelkonsole, die über einen gedämpften Schliessmechanismus verfügt. Die Versionen SE und LE kommen in den Genuss von „Fine-Vision"-Instrumenten, die das Armaturenbrett optisch aufwerten und klarer abzulesen sind. Die Türinnengriffe sind hier verchromt, Lenkrad und Handbremshebel lederummantelt. Die mit „Soft touch"-Lack überzogene Oberfläche der Mittelkonsole wechselt bei den LE-Versionen von einer Metall/Aluminium- zu einer Holzoptik.
Effiziente Raumausnutzung
Selbst wenn im Pathfinder alle sieben Plätze in den drei Reihen belegt sind, ist der verbleibende Kofferraum einer der grössten in der SUV-Klasse. Doch das ist erst die halbe Geschichte. Denn die Kabine des Pathfinders ist ein Vorbild für kreative Raumausnutzung. Keine Möglichkeit für eine intelligente Verstaumöglichkeit ließ Nissan ungenutzt, dazu kommen clevere Lösungen zum Umlegen und Verschieben der Sessel. So sind zum Beispiel nur zwei Handgriffe nötig, um die dritte Sitzreihe zusammen zu falten.
Die Verwandlungsfreude des Interieurs beginnt mit den Sitzen: Die dreigeteilte zweite Reihe ist im Verhältnis 40:20:40 umklappbar, die dritte hat eine 50:50-Unterteilung. Sind die hintere und mittlere Sitzreihe zusammengefaltet, ergibt sich ein vollkommen ebener Laderaum. Auf diese Weise eröffnen sich insgesamt bis zu 64 verschiedene Sitz- und Laderaumkonfigurationen.
Das Umlegen der dritten Reihe ist bei geöffneter Heckklappe auch von aussen möglich. Dazu besitzen die beiden Rückenlehnen jeweils einen Entriegelungsgriff, mit dem sich die Lehnen auf Zug zunächst nach hinten und dann nach vorn über das Sitzkissen falten lassen.
Auch die mittlere Reihe ist einfach umzugestalten - und zwar sowohl von aussen als auch von der dritten Reihe aus. Um einen Zugang nach ganz hinten zu ermöglichen, werden zunächst die Lehnen der beiden äusseren Plätze auf die Sitzkissen geklappt und anschließend die gesamten Sitze vorgekippt. Zusätzlich erleichtern im Winkel von 73 Grad öffnende Hecktüren den Zugang.
Acht verschiedene Sitzkombinationen allein für die mittlere Reihe
Soll ein komplett ebener Ladeboden entstehen, wird zuerst das Sitzkissen angehoben und senkrecht vor die Lehnen der ersten Sitzreihe gestellt. Danach wird die Lehne nach vorn geklappt. Insgesamt bietet der Pathfinder allein für die zweite Sitzreihe acht verschiedene Sitz- und Ladepositionen. Die Kopfstützen können dabei stets montiert bleiben. Das Laderaumvolumen beträgt 190 Liter nach VDA-Norm. Es steigt bei umgeklappter dritter Reihe auf 515, bei zusätzlich liegender Rücksitzbank (Messung bis Dachhöhe) auf bis zu 2.091 Liter an.
Reicht selbst dieser Raum nicht aus, lässt sich ab der SE-Variante zusätzlich der Beifahrersitzumklappen und die Dachreling nutzen. Auf dem Dach finden Dachboxen zur Aufnahme von Skiern oder Snowboards ebenso Platz wie Fahrräder. Die im Vergleich zu anderen SUV-Modellen geringere Aufbauhöhe, die seitlichen Trittbretter und eine Trittstufe im hinteren Stossfänger erleichtern den Zugang zum Dach.
Zu den weiteren nützlichen Lösungen zählen nicht weniger als zwölf Verzurrösen und Einkaufshaken im Laderaum - sechs am Boden, vier an den Seiten und zwei am Dachhimmel. Eine robuste Abdeckung schützt den Laderaum vor neugierigen Blicken von aussen.
Doppelstöckiges Handschuhfach sowie Halter für Münzen und Sonnenbrille
Auch an praktischen Ablagen herrscht kein Mangel: Ein zweistöckiges, abschliessbares Handschuhfach mit einem Gesamtvolumen von 6,4 Litern, ein sechs Liter grosses Staufach mit Abdeckklappe in der Mittelkonsole zwischen den Sitzen und eine Ablage oberhalb des Bildschirms für das Navigationssystem nehmen Gegenstände aller Art auf. Darüber hinaus sind in die Mittelkonsole Halter für Münzen, Getränke und Kreditkarten integriert. Ein zusätzliches Sonnenbrillenfach befindet sich in der Dachkonsole. In einem zusätzlichen Unterflurfach finden Warndreieck, Wagenheber und Bordwerkzeug Platz. Im Fall eines Plattfusses kann das Reisegepäck an Bord bleiben, denn auch das Reserverad hat sein eigenes Abteil - unterhalb des Kofferraums.
Auch wenn der Pathfinder ein wenig niedriger baut als die meisten seiner Konkurrenten, bewegen sich die Masse für Kopf-, Ellbogen-, Knie- und Beinfreiheit auf klassenbestem Niveau. Dank des eckigen Dachaufbaus ist die Kopffreiheit in der dritten Reihe geradezu üppig. Beim Einstieg in den Innenraum stechen die Aluminium-Einstiegsleisten an den Vordertüren (für SE und LE) optisch heraus. SE- und LE-Varianten glänzen darüber hinaus mit einer Fussraumbeleuchtung - ein sonst nur in Premium-Fahrzeugen anzutreffendes Komfort-Detail.
Öffnen ohne Griff zum Schlüssel
Ein „intelligenter" Transponder erlaubt im Pathfinder LE das schlüssellose Öffnen und Schliessen der Türen sowie das Starten und Abstellen des Motors ohne Schlüsselbetätigung. Dazu muss der Schlüssel weder in ein Schloss eingeführt noch ein Knopf auf einer Fernbedienung gedrückt werden. Der Pathfinder erkennt bei Annäherung auch so seinen Besitzer und schliesst bei Berühren des Knopfes an einer der beiden vorderen Türgriffe selbst auf. Das Starten des Motors erfolgt mit Hilfe eines direkt neben der Lenksäule angebrachten Drehschalters. Als Bonus gestattet der „Intelligent Key" auch eine Personalisierung. Mit ihm können die Wunschpositionen für die Sitz- und Spiegeleinstellung und sogar der aktuelle Lieblings-Radiosender gespeichert werden.
Die XE- und SE-Versionen sind mit einer herkömmlichen Zentralverriegelung mit Funk-Fernbedienung ausgestattet. Hier stellt eine Anti-Hijack-Funktion sicher, dass erst bei zweimaligem Druck auf die entsprechende Taste alle vier Türen öffnen. Will nur der Fahrer seine Tür entriegeln, genügt einmaliges Drücken.
Rückfahrkamera hilft beim Einparken
Die Rückfahrkamera mit Weitwinkel-Optik - optional zu ordern als Teil der für SE und LE-Fahrzeuge reservierten Executive-Pakete - ist im Rahmen des hinteren Nummernschildträgers integriert. Beim Rückwärtsfahren schickt sie ihr farbiges Bild auf den Sieben-Zoll-Farbmonitor des HDD-Navigationssystems. Ins Bild projizierte Hilfslinien machen Parkmanöver selbst unter beengten Verhältnissen zum Kinderspiel.
Eine Radio/CD-Einheit mit vier Lautsprechern ist bereits in der Pathfinder-Basisversion Standard; in den höherwertigen Varianten kommen zwei weitere Lautsprecher hinzu. Die in Verbindung mit dem optionalen Navigationssystem (ab SE) erhältliche Audioanlage (mit MP3/CD/DVD-Player, 9,3-Gigabyte-Festplatten-Musikbox für bis zu 300 CDs und Schnittstellen für USB, AUX sowie iPods®) wird höchsten Soundansprüchen gerecht. Die Wiedergabe von DVD-Filmen erfolgt ausschliesslich bei angezogener Feststellbremse.
Eine Bluetooth®-Schnittstelle für Mobiltelefone ist in allen Ausstattungsvarianten serienmässig und komplett in die Audioanlage integriert. Folge: Bei ankommenden Anrufen wird die Lautstärke automatisch gesenkt und die Identität des Anrufers im Display angezeigt. Zur Freisprechanlage gehören auch ein Telefonbuch mit Platz für rund 100 Namen und Nummern sowie eine verbesserte digitale Soundverarbeitung.
BOSE® Soundsystem für überragende Klangqualität
Höchsten Hörgenuss eröffnet das Premium-Soundsystem von BOSE® (optional für LE). Die vom renommierten US-Unternehmen konzipierte Anlage berücksichtigt dabei die spezifischen akustischen Verhältnisse im Pathfinder-Interieur.
Das System hat zehn Lautsprecher - je zwei sitzen im Instrumententräger, in den vorderen und hinteren Türen sowie in der Heckklappe. Dazu kommen noch zwei Subwoofer in den Seitenwänden des Gepäckabteils. Die brillante Musikwiedergabe sichern modernste digitale Signalverarbeitungstechniken und ein Sechskanal-Equalizer.
MOTOR UND GETRIEBE
DIE KRAFT, DIE AUS DEM HUBRAUM KOMMT
Im europäischen Segment der grossen SUV haben Diesel-Motoren mittlerweile einen Marktanteil von über 90 Prozent erobert. Da ist es kein Wunder, dass Nissan den Pathfinder ausschliesslich mit zwei hochmodernen Selbstzündern bestückt.
Der nur in Verbindung mit der luxuriösen LE-Ausstattung angebotene V6-Turbodiesel (interner Code V9X) ist eine Gemeinschaftsentwicklung der Renault-Nissan-Allianz. Bei der Frage nach dem idealen Hubraum und der optimalen Zylinderzahl fiel die Entscheidung zugunsten eines 3,0-Liter-V6. Diese Architektur legt die Basis für ein zugleich leistungsstarkes wie wirtschaftliches und extrem laufruhiges Triebwerk.
Der ungewöhnliche Zylinderbankwinkel von 65 Grad löst den sonst üblichen Zielkonflikt aus vibrationsarmem Lauf der Kurbelwelle einerseits und grösstmöglicher Stabilität von Kurbelwelle und Zylinderkopf andererseits. Zudem kommt diese Anordnung einer kompakten Bauweise zugute, passt doch der Turbolader problemlos zwischen die beiden Zylinderbänke.
Das auffälligste Alleinstellungsmerkmal des Pathfinder V6 ist das Material des Motorblocks. Während die meisten Wettbewerber im Sinne der Gewichtsreduzierung Aluminiumlegierungen favorisieren, errechneten die Ingenieure der Renault-Nissan-Allianz, dass ein Alu-Block nur mit zusätzlichem Materialeinsatz die nötige Steifheit und damit die erwünschte Laufruhe und Zuverlässigkeit bieten würde. Auch die Lösung, Laufruhe und Vibrationsarmut über zusätzliche Ausgleichswellen zu erreichen, wurde verworfen. Sie hätten ein erhebliches Mehrgewicht bedeutet und die theoretischen Vorteile eines Leichtmetallblocks zunichte gemacht.
Motorblock aus innovativem Gusseisen mit Vermiculargraphit
Ein Motorblock aus herkömmlichem Gusseisen hätte zwar die nötige Laufruhe geboten - das beträchtliche Zusatzgewicht auf der Vorderachse jedoch das Handling negativ beeinflusst. Ergo wählten Nissan und Renault als Königsweg einen dritten, innovativen Werkstoff: Gusseisen mit Vermiculargraphit, auf Englisch Compacted Graphite Iron (CGI) genannt. Es bietet sämtliche Vorteile des Gusseisens - wie hohe Steifigkeit und Geräuschabsorption - ohne dessen Hauptnachteil, das hohe spezifische Gewicht. Ein Motorblock aus CGI ist zwar schwerer als ein Leichtmetallblock, dafür sind keine komplexen Zusatzlösungen wie Verstärkungsrippen oder der Einsatz von Dämmmaterialien notwendig. In der Praxis ist der Gewichtsunterschied zwischen beiden Konzepten vernachlässigbar gering.
Ein Motorblock aus herkömmlichem Gusseisen hätte zwar die nötige Laufruhe geboten - das beträchtliche Zusatzgewicht auf der Vorderachse jedoch das Handling negativ beeinflusst. Ergo wählten Nissan und Renault als Königsweg einen dritten, innovativen Werkstoff: Gusseisen mit Vermiculargraphit, auf Englisch Compacted Graphite Iron (CGI) genannt. Es bietet sämtliche Vorteile des Gusseisens - wie hohe Steifigkeit und Geräuschabsorption - ohne dessen Hauptnachteil, das hohe spezifische Gewicht. Ein Motorblock aus CGI ist zwar schwerer als ein Leichtmetallblock, dafür sind keine komplexen Zusatzlösungen wie Verstärkungsrippen oder der Einsatz von Dämmmaterialien notwendig. In der Praxis ist der Gewichtsunterschied zwischen beiden Konzepten vernachlässigbar gering.
Da Nissan auf Erfahrungen mit dem weltweit erfolgreichen 2,0-Liter-dCi-Triebwerk der Allianz zurückgreifen konnte - einige Technologien wurden sogar direkt übernommen -, liess sich die Entwicklungszeit des neuen V6 erheblich verkürzen. Trotzdem waren mit Blick auf den V9X erhebliche Anpassungen - unter anderem bei der Form der Brennräume - erforderlich.
Niedriges Verdichtungsverhältnis von 16:1 blendet Dissonanzen aus
Das relativ niedrige Verdichtungsverhältnis von 16:1 sorgt nicht nur für reduzierte Verbrauchs- und Emissionswerte, es trägt auch zur Minderung von Vibrationen und Motorgeräuschen bei - jene Dissonanzen, die Entwicklungsingenieure als Noise, Vibration and Harshness (NVH) bezeichnen. Gleichzeitig senkt die Verwendung von Komponenten mit ultraplanen Oberflächen - wie zum Beispiel fein bearbeiteter Schmiedestahl für die Kurbelwelle - die innere Reibung.
Die Kombination aus einem relativ großen Einzelturbolader mit variabler Schaufelgeometrie, einem Ladeluftkühler und der jüngsten Generation von Bosch-Einspritzsystemen ermöglicht das immense Drehmoment des Triebwerks. Das Common-Rail-Einspritzsystem arbeitet mit Drücken von bis zu 1.800 bar und besonders fein ansprechenden Piezo-Aktuatoren.
Bullige Leistungsentfaltung und eine Leerlaufdrehzahl von 650 U/min
Die Nennleistung beträgt 170 kW/231 PS; das maximale Drehmoment von 550 Nm markiert einen Bestwert in dieser Klasse. Besonders gut nutzbar wird diese gewaltige Kraft, da sie zwischen 1.750 und 2.500 Touren in voller Höhe anliegt. Selbst bei einer Drehzahl von 1.500/min stehen schon 500 Nm zur Verfügung. Folge: Eine Beschleunigung in 8,9 Sekunden von Null auf 100 km/h. Die Leerlaufdrehzahl liegt bei bemerkenswert niedrigen 650 Umdrehungen - auch dies ein Beitrag zur Minderung jener Motorgeräusche und Vibrationen, die bei anderen Dieseltriebwerken auftreten.
Selbstredend, dass die Kraft des V6 den Pathfinder auch im Zugbetrieb nachdrücklich stärkt: Er zieht bis zu 3.500 Kilogramm gebremste Anhängelast.
Effiziente Abgasrückführung zur Minderung der NOx-Emissionen
Mit seinen vorbildlichen Verbrauchswerten von 9,5 Litern pro 100 Kilometer erfüllt das hochmoderne Triebwerk die Vorgaben der Euro-5-Norm. Zusätzlich zu den besonders ausgefeilten Brennräumen verfügt der V9X-Motor über eine Reihe weiterer innovativer Features, die neben dem Abgasverhalten auch der Langlebigkeit des Motors zugute kommen.
Dazu gehört beispielsweise die mit eigener Kühlung versehene Abgasrückführung (Exhaust Gas Recirculation, EGR), die einen Grossteil der NOx-Emissionen beseitigt. Ein in den EGR-Kühler integrierter Bypass stellt sicher, dass das System nach dem Start schnell seine optimale Betriebstemperatur erreicht und seine volle Kühlleistung bereitstellt. Der eigene Niedrigtemperatur-Wasserkreislauf für den EGR-Kühler senkt die Temperatur des Abgases und damit den Ausstoss von Kohlenmonoxid und unverbrannten Kohlenwasserstoffen.
Neben diesem motorischen Eingriff erfolgt im Abgastrakt eine weitere Nachbehandlung. Das dreiteilige Reinigungssystem besteht aus einem Metall-Oxidations-Katalysator - der gegenüber keramischen Systemen weniger Staudruck aufbaut -, einem exothermischen Katalysator sowie einem Dieselpartikelfilter (DPF).
Siebte Einspritzdüse hilft beim „Freibrennen" des Partikelfilters
Die optimale Wirkung des DPF wird durch eine siebte Einspritzdüse im Abgastrakt unterstützt. Sie liefert bei Bedarf zusätzlichen Kraftstoff für die Regeneration - das „Freibrennen" - des Filters. So wird verhindert, dass das Motoröl von unverbrannten Treibstoffresten verunreinigt wird. Ausserdem kann sich der DPF auch bei Teillast-Fahrten oder sogar im Leerlauf regenerieren. Der Regenerations-Prozess läuft vollautomatisch ab, der Fahrer bemerkt von dem Vorgang nichts.
Das 3,0-Liter-V6-Dieseltriebwerk wird im Pathfinder serienmässig mit der modernen Siebengang-Automatik von Nissan kombiniert. Der Top-Vertreter der Baureihe bringt es auf eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h.
2,5-dCi-Vierzylinder präsentiert sich in Bestform
Der bewährte Vierzylinder-Common-Rail-Diesel 2,5 dCi erfuhr bei der Modellpflege vom Frühjahr 2010 eine umfassende Modernisierung. Als markanteste Änderung kam ein neues Einspritzsystem zum Einsatz, das mit Maximaldrücken von 2.000 (statt zuvor 1.800) bar arbeitet. So wird der Kraftstoff noch feiner zerstäubt, was eine noch gründlichere Verbrennung ermöglicht. Ein neu gestalteter Zylinderkopf mit parallelen Ein- und Auslasskanälen sorgte für eine effizientere Verwirbelung im Brennraum, denn Ein- und Auslassströme verlaufen geradliniger. Analog zum V6 spendierte Nissan auch diesem Triebwerk einen Turbolader mit variabler Schaufelgeometrie (Variable Nozzle Turbo, VNT). Der Winkel der Turbinenschaufeln wird elektrisch statt hydraulisch verstellt, was ein besonders schnelles Ansprechen auf den jeweiligen Betriebszustand ermöglicht.
Die Neuerungen erbrachten in der Summe eine höhere Leistungsausbeute bei gleichzeitig niedrigeren Verbrauchs- und Emissionswerten. Zugleich verhalfen sie auch dem kleineren Dieselmodell zu 3,5 Tonnen Anhängelast.Das Abgasverhalten profitierte markant von dem neuen Bypass-Ventil im Kühlsystem der Abgasrückgewinnung (Exhaust Gas Recirculation, EGR). Denn durch die fallweise Ableitung des Abgases erreicht das EGR-System nach einem Kaltstart schneller seine optimale Betriebstemperatur, was den Ausstoss von Kohlenwasserstoffen und Russpartikeln beträchtlich senkt.
Elf Prozent mehr Power bei zugleich gesenktem Verbrauch
Mit jeweils elf Prozent Zuwachs an Leistung und Drehmoment behauptet sich der gründlich optimierte 2,5 dCi weiter an der Spitze seines Segments. In Zahlen ausgedrückt: Die Spitzenleistung stieg um 19 auf 190 PS (140 kW), das maximale Drehmoment um 47 auf 450 Nm bei 2.000/min.
Auch Wirtschaftlichkeit und Emissionsverhalten wurden positiv beeinflusst: In Modellen mit Schaltgetriebe verbraucht der 2,5 dCi im kombinierten Zyklus jetzt 8,7 l/100 km, eine Verbesserung um 1,3 l/100 km. Die CO2-Emissionen sanken entsprechend auf 224 g/km (bei den Versionen mit Schaltgetriebe).
Ab Werk liefert Nissan den Pathfinder 2,5 dCi mit einem Sechsgangschaltgetriebe aus. Während die unteren Gänge eng gestuft sind, ist die sechste Fahrstufe als Kraftstoff sparender Overdrive ausgelegt. Die Box ist leicht und exakt zu schalten; eine Dreifachkonus-Synchronisierung für den besonders stark belasteten zweiten Gang und eine Doppelkonus-Konstruktion für die erste, dritte und vierte Gangstufe fördern ein kratzfreies, sauberes Schalten.
Optional ist der Pathfinder 2.5 dCi (ab SE-Ausstattung) mit einer Fünfstufen-Wandlerautomatik zu ordern. Neben einem vollautomatischen Modus bietet der Selbstschalter auch eine manuelle („sequenzielle") Schaltgasse. Den Hebel in Position „D" nach rechts schieben und schon stehen fünf Übersetzungen zur Wahl.
Elektronischer Bergan- und Bergabfahrassistent
Schon ab der Einstiegsvariante XE profitiert der Nissan Pathfinder von einem Berganfahrassistenten. Als „Hill Holder" bremst er den Wagen an Steigungen bis zu drei Sekunden lang ab. Speziell bei schwerem Geländebetrieb bleibt für den Fahrer so genügend Zeit, um vom Brems- aufs Gaspedal zu wechseln. Im Gegenzug hilft das elektronische Assistenzsystem aber auch bei starken Gefällstrecken - die Bergabfahrhilfe ist ab SE-Niveau und in Verbindung mit dem Automatikgetriebe Serie. Hier kriecht der Pathfinder nach Drücken des entsprechenden Schalters mit langsamer Geschwindigkeit selbst steilste Abfahrten stoisch hinunter, ohne dass der Fahrer dabei die Bremse treten müsste. Wird das Terrain wieder flacher, kann er jederzeit durch Drücken des Gaspedals das Programm unterbrechen und wieder selbst ins Geschehen eingreifen.
FAHRWERK UND SICHERHEIT
HAFTUNGSKÜNSTLER
Selbst wenn er nicht Pathfinder (zu Deutsch: Pfadfinder) hiesse: Der selbstbewusste Auftritt, die grosszügige Bodenfreiheit und das eher robuste denn elegante Design liessen keinen Zweifel am bevorzugten Einsatzspektrum dieses Allradmodells aufkommen. Und dennoch - manchmal kann das Äußere trügen. Steckte man den Pathfinder vorschnell in die Schublade „Geländewagen", käme nur eine Facette seines vielschichtigen Wesens zum Vorschein. Denn unter der Hülle verbirgt sich ein Allround-Fahrzeug, das sowohl auf als auch abseits befestigter Strassen seinen Mann steht.
Schliesslich vereint das Chassis das Beste aus On- und Off-Road-Technik. Der stählerne Leiterrahmen, mit dem die Karosserie verschraubt wird, weist den Pathfinder zunächst eindeutig als Mitglied der 4x4-Gilde aus. Sein ALL-MODE-4x4-Antrieb basiert auf dem aus dem X-TRAIL bekannten System. Für den Pathfinder hat Nissan es um eine Geländereduktion erweitert.
Über einen Drehschalter in der Mittelkonsole sind vier Fahrprogramme anwählbar: 2WD, AUTO, 4WD (HI) und 4WD (LO). Auf asphaltiertem und trockenem Untergrund wird der Fahrer in der Regel im 2WD- oder AUTO-Modus unterwegs sein - dann übernehmen allein die Hinterräder den Antrieb. Je nach Fahrsituation und Strassenzustand wird im AUTO-Modus über eine elektrisch angesteuerte und elektromagnetisch betätigte Mehrscheiben-Ölbadkupplung im Verteilergetriebe das Motordrehmoment variabel zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt. Bei Bedarf gelangen so bis zu 50 Prozent der Antriebskraft an die Vorderräder.
4x4-Antrieb wird durch Kopplung an das E-Gas blitzschnell aktiviert
Dank der Kopplung an ein elektronisches Gaspedal und Schnittstellen zu ABS und Motorsteuergerät geht die Verteilung blitzschnell und bedarfsgerecht vonstatten. Hintergrund: Bei konventionellen Systemen übernimmt gewöhnlich ein Doppelpumpen-System die Drehmomentverteilung. Bis dieses aber wirklich greift - sprich den 4x4-Zustand herstellt - können mehrere Radumdrehungen vergehen. Da reichen nasse Blätter, etwas Schotter oder eine dünne Eisschicht, um das Auto aus der Balance zu bringen.
Die beiden 4WD-Programme sind für den ernsthaften Einsatz im Gelände reserviert. 4WD (HI) wartet mit einer „Lock"-Funktion auf: Mit einer festen Verteilung zwischen Vorder- und Hinterachse (50:50) sowie gesperrter Verteilerkupplung gelingt das Vorwärtskommen im Schlamm, Sand oder Schnee. Für verschärfte Verhältnisse ist die Geländereduktion 4WD (LO) zuständig.
In der überwiegenden Zahl aller Fälle werden seine Besitzer den Pathfinder jedoch zum Einkaufen in der Stadt oder zum Transport der Kinder zur Schule benutzen. Dann spenden die vorderen und hinteren Einzelradaufhängungen einen hohen Fahrkomfort und ein dynamisches Handling. An der Vorderachse ist ein Doppelquerlenker-Layout mit Federbein-Paketen und ein Stabilisator eingebaut. Auch für die hintere Achse wählten die Ingenieure eine ähnliche Konstruktion, wobei Federn und Dämpfer zugunsten einer kompakten Bauweise getrennt montiert sind.
Vierkanal-ABS und vier innenbelüftete Scheibenbremsen
Das Bremssystem stützt sich auf innen belüftete Scheibenbremsen vorn und hinten, ein Vierkanal-ABS mit sieben Sensoren, den Nissan-Bremsassistenten für Notbremsungen und eine elektronische Bremskraftverteilung (EBD). Dazu kommt ein „Active Brake"-Sperrdifferenzial. Es leitet im Gelände oder auf rutschigem Untergrund durch gezieltes Abbremsen freihängender oder durchdrehender Räder Antriebsmoment zum gegenüberliegenden Rad.
Eine weitere wichtige Schnittstelle innerhalb des elektronischen Antriebsverbundes ist das ESP+. Wie andere Fahrdynamik-Regelsysteme verfügt es über Raddrehzahl-, Gier-, Querbeschleunigungs- und Bremsdruck-Sensoren. Im Pathfinder steht das Anti-Schleuder-Programm mit dem ALL-MODE-4x4-Antrieb im permanenten Dialog. Abhängig von der Situation kann es das ABS zu einem Bremseneingriff an jedem der vier Räder veranlassen, das automatische Einlegen des Allradantriebs einleiten oder die Traktionskontrolle aktivieren.
Ein hohes passives Sicherheitsniveau macht das robuste Leiterrahmenchassis mit insgesamt sechs Querträgern möglich. Sowohl der Rahmen wie auch der separat montierte Aufbau haben computerberechnete Knautschzonen zum Schutz der Insassen. Die Karosserie wurde an kritischen Stellen wie den Türschwellern, den Dachlängsträgern sowie den A- und B-Säulen verstärkt. Einen effizienten Seitenaufprallschutz bewirken die in alle vier Türen integrierten Stahlrohre.
Zur serienmässigen Sicherheitsausstattung des Nissan Pathfinder zählen Dreipunktsicherheitsgurte auf allen sieben Sitzplätzen, zweistufig (adaptiv) auslösende Frontairbags, in die Sitze integrierte Seitenairbags und über die gesamte Länge bis auf Höhe der dritten Bank reichende Kopfairbags. Die äusseren Plätze der zweiten Sitzbank sind mit ISOFIX-Befestigungen zur sicheren Fixierung von Kindersitzen bestückt.
„Aktive" Kopfstützen vorn reduzieren Halswirbelverletzungen
Die Vordersitze verfügen über aktive Kopfstützen, die im Falle einer Heckkollision das Risiko eines Halswirbelschleudertraumas reduzieren. Während sich die Insassen in der zweiten Phase eines solchen Unfalls nach hinten bewegen und damit Druck auf die Sitzlehne ausüben, bewegen sich die Kopfstützen „aktiv" nach vorn. Folge: Der Kopf kommt früher mit der schützenden Stütze in Kontakt - eine Überdehnung der Halswirbelsäule unterbleibt.
AUSSTATTUNG
NÜTZLICHE DINGE STATT TEURER GIMMICKS
Der Pathfinder bietet eine Reihe von Technik- und Komfortfeatures, die sonst nur in höherpreisigen Limousinen anzutreffen sind. Jedes Detail hat eine klar definierte Funktion: Es soll den Umgang mit dem Fahrzeug im täglichen Leben so unkompliziert und komfortabel wie möglich machen.
Die XE-Version glänzt bereits ab Werk mit einer langen Liste kostenloser Ausstattungsdetails. Darunter fallen unter anderem:
Die SE-Version verfügt darüber hinaus serienmäßig über:
Die Version LE hebt sich nochmals durch folgende Annehmlichkeiten ab:
Als Executive-Paket optional zu bestellen sind (für SE und LE) ein HDD-Navigationssystem mit TMC pro-Funktion inkl. berührungsempfindlichem Sieben-Zoll-Touchscreen, eine farbige Rückfahrkamera, eine Radio/MP3/CD/DVD-Kombination mit AUX- und USB-Anschluss, 9,6 GB Music Box, Spracherkennung und dem (im Pathfinder LE serienmässigen) Intelligent Key-System. .
März 2012